Der Hexenwahn der Pharmakologie

Spectrum beschreibt:

„Der Hexenwahn, der noch größere Angst als die entsetzlichen Seuchen jener Zeit verbreitete, war nicht das Ergebnis einer kollektiven Manie, sondern eine von Gelehrten propagierte Theorie. Und anders als oftmals gedacht, waren Hexenverfolgungen nicht ein Produkt des vermeintlich finsteren Mittelalters, sondern eines der Frühen Neuzeit, in der es zwischen dem Ende des 15. Jahrhundert bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts immer wieder zu Verfolgungswellen kam.

In dieser blutrünstigen Hetzschrift führte der fanatische Mönch akribisch aus, welchen Schaden die verhexten Frauen in der Welt anrichten: Ihre Geschlechtsgenossinnen machten sie unfruchtbar, die Männer impotent. Obendrein vernichteten sie durch Wetterzauber die Ernten der Bauern.

(es) gab durchaus auch andere Gründe für Verfolgungen. Bei Studien einer Vielzahl von Prozessakten haben Gelehrte, wie der amerikanische Historiker Brian P. Levack, etwa politische und wirtschaftliche Interessen ausgemacht, die vielerorts zu Denunziationen führten – gegen Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, ja sogar in der eigenen Familie. Missgunst, Ressentiments und Habgier waren nicht selten Motive, um unschuldige Mitbürger oder Verwandte anzuschwärzen.

Nicht selten stellte sich die Hexenverfolgung auch als gutes Geschäft heraus, fiel doch das gesamte Vermögen der wegen Hexerei Verurteilten an die weltliche und kirchliche Obrigkeit, …“

Kommentar:

Der bekannteste Hexenjäger der Homöopathie ist Herr Edzard Ernst.

Die Apothekerzeitung behauptet dazu:

„Edzard Ernst ist emeritierter Professor für Alternativmedizin der University Exeter in England. Während er als junger Arzt selbst homöopathisch behandelte, führte er später Forschungsarbeiten zum Thema durch, wobei er an die Homöopathie die Regeln und Ansprüche der evidenzbasierten Medizin stellte.“

Leider ist Herr Ernst den Anhängern der Homöopathie bis heute den Nachweis schuldig geblieben, dass er überhaupt auf dem Gebiet der Alternativmedizin ausgebildet wurde und die Schriften von Hahnemann gelesen und verstanden hat.

Das äußert sich bereits in der dogmatisch wiedergegebenen Behauptung, wo kein Wirkstoff ist, könne nichts wirken, was eine Krankheit heilen oder bessern könnte.

Dazu verweise ich auf den vorangehenden Beitrag und 10 Jahre Arbeit im Blog.

Auch die Dämonisierung der Anhänger der Homöopathie betreibt Herr Ernst genauso wie die Inquisition im Mittelalter, indem er behauptet, Homöopathie nütze zwar nicht, könne aber durch Unterlassen der richtigen Behandlung durchaus schaden.

Wer Hahnemann vermutlich weder gelesen noch verstanden hat sollte sich nicht zum neuzeutlichen Hexenjäger gegen die Homöopathie aufschwingen.

Auch interessant:

http://quantenhomöopathie.de/2014/05/17/theorie-second-m…sus-geistheilung/

 

 

Homöopathie selbst von den Vertretern derselben nicht verstanden

BR-Alpha sendete eine Diskussion zur Kontroverse in der Homöopathie:

https://www.br.de/mediathek/video/alpha-thema-gespraech-20012020-homoeopathie-die-kontroverse-av:5de7dbff9a0e5e001a7378d0

Herr Behnke als Vertreter der Carstensstiftung gibt die naturwissenschaftliche Nichtplausibilität zu (Min. 5.03).

Nach Auffassung des Nichtarztes und Philosophen Herrn Mukerji widerspricht Homöopathie angeblich Naturgesetzen (Min 9,24). Auf die Nachfrage welche denn eigentlich kam das Argument: Wo kein Wirkstoff ist, könne auch nichts wirken.

Kommentar:

Der hier behaupteten angeblich fehlenden Plausibilität der Homöopathie aus naturwissenschaftlicher Sicht muss deutlich widersprochen werden.

Tatsächlich ist nicht das Modell der Homöopathie aus naturwissenschaftlicher Sicht unplausibel sondern die bisherigen unwissenschaftlichen Modelle in der Pharmakologie und Biochemie.

Hahnemann hat bereits vor 200 Jahren in seinem Organon ausführlich dargelegt, dass Krankheit keine stoffliche, sondern eine „geistartige“ Entität darstellt.

Da ihm zu dieser Zeit die Erkenntnisse der modernen Quantenphysik nicht bekannt waren konnte er den Sachverhalt der Homöopathie aus naturwissenschaftlicher Sicht nur so darstellen.

Die von der Pharmakologen bemühte Schlüssel-Schlosstheorie für Rezeptoren ist ungeeignet Informationsverarbeitungsprozesse im Organismus, insbesondere im Gehirn, richtig zu erfassen oder naturwissenschaftlich darzustellen. Auch ein Quantencomputer arbeitet nicht auf stofflicher Basis und funktioniert dennoch.

Die Fehlerhaftigkeit der heutigen pharmakologischen Forschung kann jedoch nicht als Argument für die Fehlerhaftigkeit der homöopathischen Theorie ausgelegt werden.

Insofern ist beiden Diskussionsteilnehmern deutlich zu widersprechen. Wer Hahnemanns Thesen der Homöopathie verstanden hat wird nicht behaupten wollen, dass Homöopathie aus naturwissenschaftlicher Sicht unplausibel sei.

Der Beitrag liefert also leider keine Aufklärungsarbeit über das geniale Wirken des Herrn Hahnemann.

Hierzu auch interessant:

http://xn--quantenhomopathie-8zb.de/2012/12/24/alles-nur-placebo/