Thora mit Verstand

Die NZZ schreibt:

„Auch Gott schützt nicht vor Viren: Warum die Corona-Pandemie gläubige Menschen härter trifft als andere“

Der Autor konstruiert einen Zusammenhang zwischen Gott und dem Virus.

Dabei soll nicht bestritten werden, dass ein solcher Zusammenhang existiert.

Er ist jedoch nicht auf einen einfachen folgerichtigen direkten Eingriff Gottes in die Welt anzusehen.

Wie wir aus der Bibel lernen, erfolgt Gottes Wirken über die Evolution.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde …

Und er erschafft weiterhin Himmel und Erde.

Zu diesem Wirken gehören von Anfang an auch Viren, die nicht lediglich eine zerstörerische Aufgabe sondern auch eine göttliche Schöpfungsaufgabe haben.

Das Prinzip Evolution besteht aus dem Überleben des anpassungsfähigeren und leistungsfähigeren Organismus.

Anders formuliert heißt das: Der Stärkere lebt vom Schwächeren und der Schwächeren geht arbeiten.

Daraus machen die Kommunisten: Es gibt nur gleichwertige Menschen und alle gehen arbeiten.

Dass dieses Gesetz im real existierenden Kommunismus gescheitert ist, braucht hier nicht erläutert zu werden. Die Massenmorde des letzten Jahrhunderts gehen auf kommunistische Regime zurück. Offenbar gab und gibt es bei den Kommunisten weniger gleichwertige Menschen, die es zu erschießen gilt.

Nun versuchen die Kommunisten erneut das angeblich Böse zu vernichten. Diesmal ist es das Corona Virus, das nächste Mal das geistige Virus der anderweitigen Denkweise. Werden die Menschen, die sich dieser Ideologie verschließen dieses mal wieder erschossen?

Die WHO hat sich ganz in kommunistischer Manier vorgenommen alle angeblich schädlichen Viren zu vernichten, indem sie eine Impfkampagne nach der anderen fordert.

Das führt jedoch nicht zur Ausrottung aller Infektionskrankheiten, sondern lediglich zur Entstehung von immer aggressiveren und bösartigeren Infektionskrankheiten, die letzten Endes immer größere Schäden verursachen und den die so vorbehandelt Menschen mit immer weniger Abwehrkraft entgegentreten, um letztlich vorzeitig zu versterben.

Das Einsperren der anders Denkenden wurde bereits angekündigt, wann erfolgt das Erschießen aus diesen Gründen?

Der Autor der NZZ schreibt:

„Weltweit sind vom Coronavirus besonders diejenigen hart betroffen, die sich strikt an die religiösen Gebote halten und sich trotz der Pandemie weiter regelmäßig zum gemeinschaftlichen Gottesdienst in die Kirche, die Synagoge oder die Moschee begeben. Die Fakten sind gnadenlos: Gerade da, wo Gottesdienste in überfüllten Synagogen oder Moscheen stattfinden und Menschen dicht gedrängt beten, wo also wirklich jeder «Gott einlässt», werden überproportional viele Personen infiziert. 40 bis 50 Prozent aller in Israel während der letzten Wochen Infizierten sind orthodoxe Juden. Vergleichbare Horrorzahlen kennen wir als Folge überfüllter Kirchen und Moscheen.“

Mit diesen Ausführungen unterstellt der Autor eine Mitschuld Gottes an der Ausbreitung des Corona Virus.

Das Coronavirus verhält sich aggressiver als ein normales Grippevirus.

Es ist zu bezweifeln, dass ein Gott oder eine Religion im hergebrachten Sinne Auswirkungen auf die Virusverbreitung hat.

Stattdessen hat der Umgang mit Strategien und Vermeidung von akuten Infektionskrankheiten in der Kindheit und dem weiteren Leben erheblichen Einfluss auf die Ausbreitung chronischer Krankheiten.

Wir dürfen davon ausgehen, dass Coronaviren Bestandteil unseres normalen Lebens sind und gelegentlich zu Krankheitserscheinungen führen.

Wenn wir bereits in der Kindheit und im Laufe des weiteren Lebens mit Coronaviren in Kontakt gekommen sind dürfen wir davon ausgehen, dass wir eine gewisse Kreuzresistenz entwickelt haben, die uns vor schweren Verläufen der Infektion schützt.

Wer alle Infektionskrankheiten bekämpfen will wird eine immer größere Anfälligkeit für neue Krankheitserreger entwickeln.

Vor diesem Hintergrund ergibt die Aussage plötzlich einen Sinn:

„Epidemiologisch setzte der greise Rabbi damit Zehntausende dem Corona-Risiko aus. Theologisch wurde er von seinen Jüngern gefeiert. Brav wiederholten sie vor den Kameras und Mikrofonen der Weltmedien: «Die Thora schützt und rettet» oder «Wer braucht ein Beatmungsgerät, wenn es die Thora gibt?“.

Anders formuliert würde man sagen: Wer von Beginn des Lebens auf die Selbstheilungskräfte des Organismus setzt wird sich keinen Vermeidungsstrategien aussetzten, sofern dies nicht unbedingt erforderlich sind.

Die bisher bekannten Statistiken zu Corona Virusinfektionen zeigen, dass das Virus ab einer Altersgruppe des fünften Lebensjahrzehnts und für chronisch Kranke kritisch werden könnte.

Es dürfte also wenig gerechtfertigt sein die gesamte Weltwirtschaft stillzulegen, wenn es ausreichend ist diese Risikogruppen zu schützen.

Thora schützt und rettet denjenigen, der seinen Verstand sachgemäß eingesetzt und keinen Unfug treibt. Das ist das Gegenteil von dem, was gegenwärtig der Fall ist.

Auch Herr Scobel hat einen wenig geglückten Vergleich mit dem dritten Reich gestartet:

Scobel Beitrag

Er führt  aus, dass es fürchterliche Dummheit gibt, die allen schadet, auch den Dummen selbst.

Nur woran wir erkennen, wer die Dummen sein sollen, diese Erklärung bleibt er uns leider schuldig. Ich fürchte, er hält die Falschen für die Dummen und die gute Antwort bleibt aus. Und ideologische Ausgrenzung ist bereits der Beginn der Vernichtung des angeblichen Gegners, auch wenn er aus der Sicht von Herrn Scobel einfach dumm ist und sich und andere schadet. Ob das auf lange Sicht der Fall ist wird in der Schulmedizin nicht mal ansatzweise untersucht, wenn hier zur Virusbekämpfung der Zusammenbruch der Weltwirtschaft als Therapie verordnet wird.

Es sei noch ein irdischer Spruch gestattet:

Bodo Schäfer „Der Versuch den Himmel auf Erden zu schaffen, endet stets mit der Hölle.“

Frei übersetzt heißt das: Der Versuch alle Krankheiten auszurotten endet stets mit einem kurzen und kranken Leben.

Oder entgegen Goethe: Wer sich bemüht das „Gute“ zu schaffen, bewirkt stets das Gegenteil.

[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...

Und damit sind wir bei Hahnemann und dem Simileprinzip mit der Erkenntnis, dass Krankheiten nur durch ähnliche Krankheiten geheilt werden können, also durch homöopathische Mittel, die nach diesem Prinzip ausgesucht wurden. Davon ist die heutige Schulmedizin weit entfernt. Bisher wurden nicht einmal homöopathische Behandlungsansätze in Studien gefördert um deren Wirksamkeit durch erfahrene ärztliche Homöopathen zu überprüfen.