Homöopathie bei Virusinfekten?

Der Standard berichtet:

Zuckerkugeln statt Notarzt

„In seinem Beitrag in „Natur und Heilen“ gibt Wurster an, 70 Corona-Erkrankte homöopathisch behandelt zu haben, „alle über Telefon und Skype.“ Sieben Fälle davon schildert Wurster konkret und bildhaft. „Natur und Heilen“ wirkt hier ein wenig wie ein Landser-Heftl für Esoteriker. Eine 66-jährige, infizierte, kranke Frau, die bereits unter argen Atembeschwerden leidet, ruft bei Wurster an und fragt, ob sie den Notarzt rufen soll. Sie hat „das Gefühl eiserner Ringe um den Brustkorb“. Doch Wurster bleibt ganz ruhig, ein Homöopath denkt bei eisernen Ringen an Bryonia, die weiße Zaunrübe. Wurster schreibt: „Also gab ich ihr Bryonia auf die Zunge und dann noch ein paar Mal in Wasser aufgelöst. 15 Minuten nach der ersten Einnahme sagte sie, sie hätte das Gefühl, als ob eine Wärme in ihr aufsteige.“ Wurster zitiert die Patientin: „Und 30 Minuten später war es, wie wenn die Eisenringe in meinem Brustkorb aufgebrochen wären.“

https://www.derstandard.de/story/2000120562609/zuckerkugeln-statt-notarzt-schweizer-arzt-behandelt-corona-kranke-mit-globuli

Kommentar:

Solche Berichte verleiten medizinische Laien regelmäßig zur Selbstbehandlung bei schweren Erkrankungen. Bisher liegen keine kontrollierten Studien vor, welche die Wirksamkeit der Homöopathie bei schweren Viruserkrankungen belegen.

Hier ist der Aufsatz von Dr. Wurster.