Vertritt der DZVHÄ noch die Homöopathie nach Hahnemann?

Unter der Überschrift:

„Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ verweigert – Gynäkologin klagt gegen Ärztekammer“

berichtet das Internetportal Medical tribune über die Abschaffung der Zusatzbezeichnung Homöopathie in mehreren Bundesländern.

„Im Juni hat die Ärztekammer Brandenburg die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aus ihrer Weiterbildungsordnung gestrichen. Sie schloss sich damit acht anderen Kammern an: Auch in Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nie­der­sachsen, Nordrhein, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein hat man die Bezeichnung verworfen. Wer sie bereits trägt, darf sie zwar weiterhin führen, neu vergeben wird sie aber nicht.

Wie zu erwarten sind Homöopathieverbände und homöopathisch interessierte Mediziner mit dieser Entwicklung nicht glücklich. In Bremen versuchen sie seit Juli, juristisch gegen den Beschluss vorzugehen. Letzte Woche wurde nun auch am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eine Normenkontrollklage eingereicht.“

https://www.medical-tribune.de/meinung-und-dialog/artikel/zusatzbezeichnung-homoeopathie-verweigert-gynaekologin-klagt-gegen-aerztekammer/

Kommentar:

Der DZVHÄ sieht sich als Interessenvereinigung der ärztlichen Homöopathen in Deutschland.

Wie zuvor berichtet organisiert er eine Jahrestagung mit deren Programm der Autor nicht unbedingt einverstanden ist.

Seine eigentliche Aufgabe wäre jedoch die Interessen der dort organisierten ärztlichen Homöopathen gegenüber der Politik und der schulmedizinisch orientierten Ärzteschaft ausreichend zu vertreten.

Da hier nunmehr einige Bundesländer die Zusatzbezeichnung Homöopathie abgeschafft haben, wäre es seine Aufgabe gewesen die organisierten ärztlichen Homöopathen zu mobilisieren und die Interessen zukünftiger ärztlicher Homöopathen zu vertreten.

Davon ist bisher jedoch nichts erkennbar. Die bisher eingereichte Klage betrifft Frau Samira Mohamed. Sie wehrt sich dagegen die Zusatzbezeichnung Homöopathie nicht mehr zu erhalten.

Wesentlich bessere Erfolgsaussichten hätte eine solche Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, wenn sich der DZVHÄ als Interessenvertreter einer solchen Klage angeschlossen hätte oder sie von sich aus betreiben würde.

Es wurde in den vorherigen Beiträgen bereits ausgeführt, dass der DZVHÄ durch die Förderung der Signaturenlehre gegen die Hahnemannsche Homöopathie bereits schweren Schaden für die klassische Homöopathie bewirkt hat.

Jetzt wo die Homöopathie von anderen Stellen massiv angegriffen wird ergreift der Verband keine Gegenmaßnahmen.

Es ergibt sich daraus die logische Frage, ob der DZVHÄ dann überhaupt noch eine Daseinsberechtigung hat. Diese Frage ist aus meiner Sicht zu verneinen.

Ich rufe deshalb die ärztlichen Kollegen auf, die Interesse an der Erhaltung der Hahnemannschen Homöopathie haben, eine neue Interessenvertretung zu gründen um das Andenken und Werk von Hahnemann zu bewahren.

Wer Gründungsmitglied eines Interessenverbandes Homöopathie nach Hahnemann werden möchte, sollte sich bei mir melden, E-Mail: brunke@freenet.de

Für Interessenten verweise ich auf meinen Buch: „Wissenschaftliche Homöopathie,“ Lothar Brunke, bestellbar über Amazon.

 

Kritik am Ärztekongress für Homöopathie 2021

Hier befindet sich das Inhaltsverzeichnis der Themen zum Kongress:

https://2021.homoeopathie-kongress.de/programm-2021/themen-alphabetisch/

Dazu heißt es:

Auch beim Kongress Weimar 2021 ist ein vorurteilsfreies Zusammenwirken von konventioneller Medizin, Homöopathie und Komplementärmedizin unser Anliegen. Hier geht es um den aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie bei bestimmten Erkrankungen und das entsprechende homöopathische Behandlungskonzept.

Der Patient steht im Mittelpunkt und wird mit dem für ihn Besten aus den verschiedenen Welten behandelt. Dabei wird immer wieder deutlich, wie gut sich beide Methoden synergetisch ergänzen.

Dies führt uns zur Integrativen Medizin. Definiert als das Miteinander von konventioneller und komplementärer Medizin ist sie der Schlüssel für die moderne Medizin der Zukunft.

https://2021.homoeopathie-kongress.de/programm-2021/kongressthema/

Kommentar:

Wurden in den letzten Jahren teilweise noch Vertreter der Signaturenlehre nach Scholten und Sankaran zum Kongress eingeladen und Raum für die Darstellung ihrer mit Hahnemann nicht vereinbaren Theorien eingeräumt, so ist dieser Rückschritt vor Hahnemann auf den ersten Blick am Programm nicht mehr erkennbar. Das könnte insofern ein erfreulicher Fortschritt sein, wenn diese Signaturnelehren nicht in Form von angeblichen Weiterbildungskursen weiterhin durch den Berliner Verein Homöopathischer Ärzte angeboten würde. Es hat sich also offenbar nicht viel getan.

Wie aus dem Zitat erkennbar ist nunmehr das neue, mit Hahnemann nicht vereinbare Thema, die Vereinbarkeit der Homöopathie mit der Schulmedizin.

Hahnemann hätte sicher nichts gegen die diagnostischen Möglichkeiten der Schulmedizin oder gegen palliative Möglichkeiten der Schulmedizin bei ernsthaften Erkrankungen einzuwenden gehabt.

Er hat sich jedoch stets dagegen gewandt, dass sowohl Schul- als auch Alternativmedizin in Form von Homöopathie synergistisch zur Anwendung kommen.

Eine Heilung nach Hahnemann ist nur durch das simple Prinzip möglich. Die Unterdrückung von Erkrankungen durch Schulmedizin (Contraiusprinzip) ist nach seiner Auffassung nicht als Heilung anzusehen.

Insofern ist das Programm des Kongresses welches Synergien herstellen will aus Hahnemanns Sicht nicht nachvollziehbar.

Besonders zu kritisieren ist jedoch ein anderer Punkt.

Es wurde bereits vor vielen Jahren meinerseits kritisiert, dass die Homöopathie bis heute kein theoretisches Rüstgebäude hat, welches mit der Schulmedizin in Übereinstimmung zu bringen ist.

Das ist eines der Hauptkritikpunkte der Kritikergemeinden (Skeptiker) wie sie heute unter anderem von Frau Grams vertreten werden

Meine Arbeit in den letzten zehn Jahren bestand darin Vorschläge für solche Theorien aufzustellen und zu vertreten. Leider wurden diese Vorschläge nicht einmal zur Vorstellung auf dem Homöopathiekongress zugelassen, sodass es sich bisher um eine Nischendiskussion handelt.

Wer den Anspruch erhebt eine wissenschaftliche Homöopathie betreiben zu wollen muss sich auch die Stimmen der Kritiker anhören. Das ist bis heute nicht geschehen und das Programm des Kongresses weist auch nicht in diese Richtung.

Es wird diesem Anspruch auch deshalb nicht gerecht weil es nicht einmal den Versuch unternimmt eine Diskussion zur Grundlagentheorie der Homöopathie zu beginnen.

Eine Einladung von Frau Grams und meiner Person könnte dafür hilfreich sein.

Aktuelles Thema ist die Covid 19 Diskussion.

Welche Ärzte haben mehr zur Heilung akuter Infektionen beizutragen als Homöopathen?

Dafür reicht es aus meiner Sicht nicht aus eine Fallsammlung vorzustellen.

Wichtig wäre eine handfeste Studie welche belegt inwiefern richtig angewendete klassische Homöopathie nach Hahnemann geeignet, erforderlich und ausreichend ist um diese Erkrankung zu bessern oder zu heilen. Das sollte im Vergleich mit den Schulmedizinischen Möglichkeiten erfolgen.

Dazu ist in dem Kongressprogramm kein Tagesordnungspunkt vorgesehen.

Hier meine eigene Buchempfehlung:

Wissenschaftliche Homöopathie

Verschwörungstheorien

Hier sind einige Verschwörungstheorien zur Pandemie:

Drosdenverschwörungstheorie

Wissenschaftverschwörung

Ausrottungsverschwörungstheorie

Impfbereitschaft fehlt

Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele

Anmerkung:

Der Autor vertritt nicht die Auffassung, dass die hier widergegebenen Verschwörungstheorien irgend etwas mit der gegenwärtigen Politik zu tun haben und schließt sich den dort vertretenen Auffassungen nicht an.

Dr. Müller Homöopathie

Ich erlaube mir auf die Website des Californischen Arztes Dr. Müller aufmerksam zu machen (in englisch).

Er behandelt viele Krankheiten homöopathisch.

Sicherheitshalber sollter jeder Patient zuerst die schulmedizinischen Möglichkeiten in Anspruch nehmen. Wenn diese nicht erfolgreich sein sollten, könnte auch über eine Behandlung mit Alternativmedizin nachgedacht werden. Ein Heilungsverprechen kann jedoch keine Medizin abgeben.

 

Was ist das Geheimnis von Prinz Charles?

Das berichtet dieser Blog:

Prinz Charles wurde mit Homöopathie gegen seine Coronavirus-Infektion behandelt, verkündet Gesundheitsminister in offiziellem Statement

Englische und deutsche Medien hatten sich über die schnelle Genesung des britischen Thronfolgers Prinz Charles überrascht gezeigt. Heute wird einer der möglichen Gründe bekannt: Prinz Charles wurde von einem Arzt für Homöopathie mit Homöopathie behandelt. Öffentlich gemacht hat die Behandlung der indische Ayush-Gesundheitsminister Shripad Naik in einer Pressekonferenz am Donnerstag, über die indische Medien berichten (Times Now, Decaan Herald).

 

Kritik an den Scharlatanen in der Homöopathie durch Vithoulkas

Hier ein in der 80-er Jahren in Berlin noch verehrter Homöopathielehrer:

Vithoulkas Kritik der Scharlataneriehomöopathie

Diejenigen, die seine Ausführungen in Englisch nicht so gut verstehen gebe ich ein paar wichtige Stichworte wieder.

Er erklärte, man könne mit ordentlicher Homöopathie nach Hahnemann hervorragende Heilerfolge erzielen.

Das Ansehen der Homöopathie nach Hahnemann hat in den letzten Jahren jedoch schwer unter dem Missbrauch der Homöopathie durch angebliche Homöopathen gelitten, die meinen mithilfe der Signaturenlehre Homöopathie betreiben zu können. Als Beispiel nannte er unter anderem „Berliner Mauer“ oder „Zebrastreifen.“ Wenn du jemand siehst, der ein gestreiftes T-Shirt trägt muss er das homöopathische Mittel „Zebra“ bekommen, damit er gesund wird. Solche abstrusen Theorien werden von den Gegnern der Hahnemannschen Homöopathie heute allen ernstes vertreten.

eigener Kommentar:

Ich freue mich dass Herr Vithoulkas klare Worte gegen den Homöopathiebetrug einiger Kollegen gefunden hat. Diese klare Distanzierung von den Betrügern in der Homöopathie fehlt leider von den Homöopathieverbänden.

Hahnemann hat sich zu seiner Zeit gegen diese Art der Scharlatanerie ausgesprochen.

Ärzte wie Frau Grams haben offenbar bei solchen Nichthomöopathen Kurse belegt und sich nach vielen Jahren Ausbildung verwundert die Augen gerieben und gefragt wieso sie keine Heilerfolge mit diesem Unfug erzielen können, dann sei wohl die gesamte Homöopathie falsch.

Verständlicherweise tritt Frau Grams heute als Gegner der Homöopathie auf. Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass sie offenbar nie wirklich in Hahnemannscher Homöopathie ausgebildet wurden. Ihre Offenbarungschriften sind jedoch als Hilferuf aller anständigen Ärzte anzusehen, die ihre Seele nicht an Scharlatanerie verkaufen.

Auf diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die schulmedizinische Ärzteschaft sich dagegen wehrt Homöopathen den Zutritt zu Krankenhäusern mit Ebola oder Covid 19 Patienten zu gestatten.

Die wunderbaren Heilmöglichkeiten der Homöopathie bei ernsthaften und schweren auch akuten Krankheiten wird damit durch das Verschulden einiger Ärzte verspielt.

Wo bleibt da der Weckruf des DZVHÄ und der WissHom?

Wo bleibt der Zusammenschluss der Ärzte, die das Andenken von Hahnemann bewahren wollen?

Im DZVHÄ ist wohl bisher nicht ihre Heimat.

die apokalyptischen Reiter

Prof. Walach hat sich zu den apokalyptischen Reitern geäußert:

„Im Moment straucheln die apokalyptischen Reiter also. Ich hoffe, alle die mit ihnen im Sattel sitzen, steigen rechtzeitig ab. Wir wissen: Die Endzeit, die Johannes wohl für die Zeit Neros erwartet hatte, kam nicht, jedenfalls noch nicht. Genauso wenig ist eine nationale Bedrohung da. Es ist nur der politische Wille erkennbar, so zu tun als ob. Eine Weile lang konnte man das noch mit mangelnder Kenntnis rechtfertigen. Die Zeit ist eigentlich schon vorbei.“

Cholera und Epidemien

Hahnemann hat 1831 bereits Cholerakranke ohne Antibiotika, allein mit Homöopathie heilen können. Bei der Vorgehensweise von Hahnemann ist zu bemerken, dass er für jedes Krankheitsstadium ein meist anderes Mittel als wirksam erkannt hat.

In acuten Krankheiten richtet sich die Wiederholungs- Zeit der passend gewählten Arznei nach dem mehr oder weniger schnellen Verlaufe der zu bekämpfenden Krankheit, so dass sie, wo nöthig, nach 24, 16, 12, 8, 4, auch wohl in weniger Stunden zu wiederholen ist, wenn die Arznei zwar ohne Anstoss – ohne neue Beschwerden zu erzeugen, – bessert, aber für den reissend schnellen und gefährlichen Fortgang des acuten Uebels nicht hinlänglich schnell, so dass in der schnellst tödtlichen Krankheit, die wir kennen, in der Cholera, beim Anfange der Erkrankung, alle 5 Minuten ein (bis zwei) Tropfen dünner Kampher-Auflösung eingegeben werden muss, um schnelle und gewisse Hülfe zu verschaffen, bei der mehr entwickelten Cholera aber ebenfalls Gaben von Cuprum, Veratrum, Phosphor u.s.w. (X°) oft alle 2, 3 Stunden, auch wohl Arsenik, Holzkohle u.s.w. in ähnlich kurzen Zeiträumen.

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (5. Auflage), S. 397. Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21506 (vgl. Organon-5, S. 304)]

Daraus läßt sich die Regel ableiten, je schneller eine Krankheit verläuft, desto häufiger muss das homöopathische Mittel an die aktuellen Symptome angepasst werden.