alles Placebo? Oder was?

Die Esoteriker und Psychotherapeuten arbeiten vor allem mit dem Placeboeffekt. Diese Behandlungsmethode hat bei einigen Patienten eine gewisse Berechtigung. Eine nachhaltige gesundheitlich bessernde Wirkung ist dabei jedoch nicht zu erwarten.
Vertreter des Placeboeffektes sind Herr Sankaran und Herr Scholten. Beide haben sich von der Homöopathie Hahnemanns soweit entfernt, dass ihre Methoden nur noch bei psychisch auffälligen Patienten gelegentlich berechtigt sein könnte. Homöopathie ist eine Heilmethode der exakten Beobachtung des Patienten unter der Wirkung des homöopathischen Heilmittels, nicht jedoch der psychologisch erdachten Glaubensaussagen, wie bei den genannten Vertretern der Esoterik.
Einzelheiten der Diskussion sind vom Verlag Grundlagen und Praxis 2002 geführt und dokumentiert worden.
zur Diskussion:
Hahnemann hat selbst mit Placebos gearbeitet (vgl. § 281 Org. 6. Aufl.).
Das ändert jedoch nichts daran, dass er genau unterschieden hat zwischen der Mittelwirkung und dem Placebo. Er hat gewusst, dass nur das homöopathische Mittel die Prüfungssymptome erzeugt und nicht das Placebo. Demzufolge hat er das Placebo zwischen den homöopathischen Mitteln eingesetzt, um das Bedürfnis der Patienten nach einem Medikament zu erfüllen, jedoch in dem Bewusstsein der fehlenden arzneilichen Wirkung. Über die suggestive Wirkung des gesprochenen und verinnerlichten Wortes war er sich sehr wohl bewusst, auch über die geistartige Wirkung auf den gesamten Körper (vgl. § 281 Org. 6. Aufl.).

Zur Vertiefung der Hinweis auf Interview mit Prof. Dr. Robert Jütte zum Thema Verwendung von Placebos durch Hahnemann in AHZ 2013; 258 (2): 15.

Im selben Heft hat sich auch Frau Papsch mit der Verwendung von Placebo durch Hahnemann beschäftigt: AHZ 2013; (2): 16-26; S. 24, 3. Spalte.

In Anmerkung 1 zu § 282 Org. 6. Aufl. führt Hahnemann aus, dass Krankheiten nur dynamische Eingriffe in das Lebensprinzip darstellen, jedenfalls keine Materia peccans (fehlerhafter Stoff) zu Grunde liegt.

Die Autoren Elisabeth Ernst-Hieber und Steffen Hieber (S. 9), (Wirkt eine homöopathische Hochpotenz anders als ein Placebo?, Hippokratesverlag Stuttgart 1995) unterscheiden  vier Klassen von Placebo:
1. „Wahre“ Placebos, damit sind Substanzen ohne pharmakologische Wirkung gemeint, wie Kochsalzlösungen, Michzucker u.a.
2. „Pseudomedikamente“, dabei handelt es sich sehr wohl um Medikamente mit einer pharmakologischen Wirkung, jedoch sind diese Substanzen nicht für die spezifische Erkrankungen relevant: z. B. Aspirin bei Schwerhörigkeit oder einer Antibiotikagabe bei einer Viruserkrankung.
3. Die Verabreichung einer Substanz, die zwar für das jeweilige Leiden relevant wäre, aber in viel zu niedriger Dosierung gegeben wird, als dass ein Effekt auftreten könnte (z. B. Phytotherapeutika).
4. Psychotherapeutische, diagnostische oder operative Maßnahmen, bei denen es klar ersichtlich ist, dass sie keine Erfolge für die jeweilige Symptomatik erbringen können, fallen in diese vierte Kategorie. Hier wäre z. B. die chirurgisch durchgeführte Unterbindung der Arteria mammaria interna zur Behandlung der Angina pectoris zu nennen (Kuschinsky, 1975).
Wer nur die therapeutische Umgebung betrachtet stellt fest, dass diese bereits eine Erwartungshaltung bewirken kann, welche zur Heilung von Krankheiten beitragen kann. Das bleibt unbestritten.
Bestritten wird jedoch, dass die Gabe von homöopathischen Mitteln irgendetwas mit Placebos zu tun hat.

Sachgerechtes Kriterium
für die Placebowirkung wäre die Gabe von homöopathischem Mittel an einen Patienten oder Probanden im Vergleich mit reinem Milchzucker in der übereinstimmenden Unkenntnis der Gabe in beiden Fällen.
Solche Versuche wurden nach meiner Kenntnis noch nie durchgeführt.
Der Versuch analog Nash wäre dafür bestens geeignet und wurde im Blog früher beschrieben. Für jeden Homöopathen ist bei diesem Versuch deutlich klar, dass das Placebo keine Wirkung auf den Patienten ausübt, das homöopathische Mittel dagegen schon.

Was bei der Placebodiskussion völlig verkannt wird, ist die Fähigkeit des lebenden Organismus zur Selbstheilung.
Es wird von Medizinern unterstellt, dass Gesundheit das Ergebnis einer „medizinischen Behandlung“ sein muss.
Bevor die Frage untersucht wird, ob ein Medikament eine Krankheit bessert oder heilt, muss geklärt sein, wie der normale spontane Verlauf einer Krankheit aussieht.
Akute Krankheiten verlaufen schnell und heilen normaler weise spontan. Wenn der Körper keine Heilung bewirkt, enden sie mit dem Tod.
Ob ein Medikament die Krankheit bessert oder heilt lässt sich nur bei größeren Fallzahlen beurteilen.
Bei chronischen Krankheiten ist mit einem langsamen Verlauf zu rechnen. Wenn der Körper keine Heilung bewirkt, führen sie vor dem Tod zu Siechtum.
Um die Wirkung eines Medikamentes frei von Suggestiveinflüssen zu untersuchen, wäre es notwendig dem Probanden das Mittel ohne seine Kenntnis zu verabreichen.
Das könnte über Getränke oder Nahrungsmittel erfolgen. Weder der Arzt noch der Patient darf wissen, ob der Patient ein Medikament erhält.
Allein die Gabe von Zuckerkugeln ohne Wirkstoff (Placebo) hat eine Suggestionswirkung auf den Probanden und kann demzufolge nicht als wirkungslos angesehen werden.
Diese Aussage ist nicht spezifisch für Homöopathie, sondern genauso für Schulmedizinische Medikamente.
Der Wirkungsanteil, welcher auf Suggestion zurück zu führen ist, lässt sich mit den bisherigen Versuchsanordnungen nicht klären.
Es reicht nicht aus, wenn der Patient ein Medikament bekommt und zusammen mit dem Arzt im Unklaren gelassen wird, ob es sich um ein Placebo handelt. Es weiß dann zumindest, dass er möglicherweise medikamentös behandelt wird und entwickelt eine entsprechende Erwartungshaltung. Eine „wissenschaftliche“ Forschung muss den Patienten über die Einnahme eines Medikaments im Unklaren lassen, er darf genauso wenig wie der Arzt wissen, ob er ein Medikament erhält.
Dann lässt sich in einer Studien im Nachhinein unterscheiden,

ob beim Patienten eine Spontanheilung durch die Selbstheilungskräfte vorlag

ob weder eine Heilung, noch eine Verschlechterung der Erkrankung erfolgt ist,

ob die Krankheit in eine anderes Leiden umgewandelt wurde, also eine Verschlimmbesserung statt fand, oder

ob eine echte Heilung erfolgt ist.

Unter dem Titel „Medizin = Placebo“ setzen sich die Homöopathiekollegen mit der Frage Placebo auseinander.

http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=740
Untersucht wurde in der zugrunde liegenden Studie der wahrgenommene Schmerz bei der Behandlung mit Placebo.
Schmerzstudien sind generell für Placeboforschung ungeeignet.
Der Schmerz ist eine subjektive Wahrnehmung, die sich nicht objektivieren lässt. Für Placeboforschung dürfen nur objektiv nachmessbare Parameter zu grunde gelegt werden. Das ist zum Beispiel der Blutzucker (Diabetes) oder andere mit objektiven Methoden messbare Parameter. Placeboforschung, die sich mit dem subjektiven Schmerzempfinden auseinander setzt, ist bereits von der Erwartungshaltung des Patienten abhängig und kann nicht ernsthaft als Forschung bezeichnet werden, es sei denn man will die Erwartungshaltung des Patienten erforschen. Über die Wirksamkeit einer Therapie gibt sie jedenfalls keine zuverlässige Auskunft.
Bei der schulmedizinischen Placeboforschung geht es soweit unwissenschaftlich zu, dass sie nicht ernst genommen werden kann. Das gleiche trifft für die pharmakologische Forschung zu. Kriterien für die Unwissenschaftlichkeit der Pharmaforschung sind unten aufgeführt.
Der „wissenschaftliche“ Nachweis der Wirkung und der Notwendigkeit eines Medikamentes ist bisher in der Schulmedizin unzureichend.
– Es wird das Kriterium der Unwissenheit des Patienten verletzt, was heißt er darf nicht wissen ob er überhaupt behandelt wird,
– das Kriterium der Selbstheilung des Körpers wird als Option nicht berücksichtig, es wird nicht in die Bewertung einbezogen, ob ein Medikament bessert, heilt, verschlechtert (auch langfristig) oder die Selbstheilungskräfte tätig waren,
– das Kriterium Auswirkung einer Behandlung auf den gesamten Gesundheitszustand auf lange Sicht wird nicht untersucht (Beispiel Krebsentstehung durch Impfung oder Medikamente), dieser Vorwurf gilt für schul- und alternativmedizinische Behandlung gleichermaßen,
– das homöopathische Kriterium, dass eine Erkrankung zeitweilig geringfügig schlechter wird, damit langfristig eine Heilung eintreten kann, wird verletzt,
– kurzfristige Besserungen werden nicht auf ihre langfristige Verschlechterung der Krankheit untersucht (Beispiel: Cortisonmißbrauch, dauerhafte Verordnung von Medikamenten ohne weitere Kontrolle der Notwendigkeit).
– hinzu kommen Fälschungen von Beobachtungsergebnissen, suggestive Fragestellungen bei der Auswertung von Behandlungsergebnissen, Unterdrückung von ungünstigen Forschungsergebnissen, Bezahlung von „bewährten“ Ärzten die ungünstige Forschungsergebnisse nicht auswerten, keine Vergabe von Forschungsaufträgen an „kritischen“ Ärzte, die auch negative Ergebnisse dokumentieren,
– Formulierung von unsinnigen Gesundheitszielen als gewünschtes Ergebnis,
– Missbrauch der Marktmacht von Pharmafirmen um politisch Zwangsbehandlungen durchzusetzen (Beispiel: Impfpflicht ohne ausreichende Bedrohnungslage, Grippeschutzimpfung, Vogelgrippe ohne ausreichende Bedrohungslage),
– Fehlen von Vergleichsstudien schulmedizinisches Präparat im Vergleich mit geeigneten homöopathischen Mitteln (Sulfonylharnstoffe im Vergleich mit Syzygium jambolatum bei der Behandlung des Diabetes Typ II).
– Erfinden von Krankheiten, die früher nicht als Krankheit angesehen wurden, sondern als normale Lebensäußerungen (ADHS),
– letztlich fehlen geeignete unvoreingenommene Bewertungsgremien, die zu gleichen Anteilen mit Befürwortern und Gegnern einer bestimmten Therapieform besetzt sind und durch ihren Lebenslauf bewiesen haben, dass sie nicht durch Interessenverbände bezahlt wurden. Insbesondere ist nicht erkennbar, dass in pharmakologischen Gremien ein ausgebildeter und praktizierender homöopathischer Arzt einbezogen wird. Im Sinne der Wahrheitsfindung müsste eine strikt unabhängige unparteiische und aus verschiedenen Interessengruppen zusammen gesetzte Jury gebildet werden, die keinerlei Berührungspunkte zur Pharmalobby hat.

Die angebliche Placeboforschung im nachfolgend zitierten Beitrag bedient sich, entgegen den zuvor gemachten Aussagen, der Untersuchung von Schmerzen und und Beeinflussung durch die Erwartungshaltung des Probanden.

http://www.jneurosci.org/content/32/41/14051.full

Dazu muss zuerst einmal festgestellt warden, dass die Beeinflussung von Schmerzen nichts mit der Heilung von chronischen Krankheiten zu tun hat, mit denen wir Homöopathen standing konfrontiert warden.

Allein vom Bewußtsein und der Erwartungshaltung läßt sich der Schmerz beeinflussen. Zitat aus dem Beitrag:

„Most importantly, though, expectation of treatment outcome plays a crucial role in placebo analgesia (Benedetti et al., 2003).“

Diese Untersuchungen für die Wirkung des Placeboeffekts bei Homöopathie heran zu ziehen ist nicht möglich. Die Beeinflussung von Empfindungen und Gefühlen durch das gesprochene Wort bedarf keiner weiteren Erläuterung, führt jedoch normaler weise nicht zur Heilung.

Sicher kann einem Patienten eingeredet werden, wenn er an seine Gesundung glaubt, ist der Diabetes II bald geheilt. Es wird jedoch keine Untersuchung geben, die allein durch den Glauben an die Heilung feststellt, dass diese Patienten gesund werden.

Leider wird das Thema auch von Homöopathen oft vollständig mißverstanden, wenn sie sich dabei auf die „geistartige Wirkung“ der Homöopathie berufen, die nichts mit dem gesprochenen Wort zu tun hat, sondern mit der Art der Informationsverarbeitung des homöopathischen Mittels durch Übertragung auf die Nervenenden, sowie der geistartig wirksamen Lebenskraft, die sich auch wenig durch das gesprochene Wort zur Heilung von Krankheiten anleiten läßt, sondern eher durch das passende homöopathische Mittel.

Im weiteren Beitrag  „The Journal of Neuroscience, November 9, 2005 • 25(45):10390 –10402“  wird folgendes ausgeführt:

„The neurobiology of the placebo effect was born in 1978, when it
was shown that placebo analgesia could be blocked by the opioid
antagonist naloxone, which indicates an involvement of endogenous
opioids (Levine et al., 1978). By using this pharmacological
approach with naloxone, several other studies have confirmed
and extended this observation. For example, a placebo can reduce
pain by both opioid and non-opioid mechanisms (Colloca and
Benedetti, 2005) (Fig. 1). In the first case, placebo analgesia is
typically blocked by the opioid antagonist naloxone, whereas in
the second case it is not, depending on the procedure that is
applied to induce the placebo analgesic response. In an experimental
model of pain (Amanzio and Benedetti, 1999), the placebo
response could be blocked by naloxone if it was induced by
strong expectation cues, whereas if the expectation cues were
reduced, it was insensitive to naloxone. In the same study, if the
placebo response was obtained after exposure to opioid drugs, it
was naloxone reversible, whereas if it was obtained after exposure
to non-opioid drugs, it was naloxone insensitive. These data indicate
that opioid and non-opioid mechanisms come into play
under different circumstances. The placebo-activated endogenous
opioid systems have been shown to have a somatotopic
organization, because local naloxone-reversible placebo re-
Received Aug. 16, 2005; revised Sept. 29, 2005; accepted Oct. 3, 2005.“

http://www.jneurosci.org/content/25/45/10390.full.pdf+html

Auch hier haben wir den typischen Fall des Nichtverstehens des Placeboeffektes.

Der Placeboeffekt in Form des gesprochenen Wortes oder der Erwartungshaltung auf das Schmerzempfinden wird durch den Opioidantagonisten Naloxon aufgehoben.

Zitat: „a placebo can reduce
pain by both opioid and non-opioid mechanisms“

Dieser Effekt spielt in der Homöopathie jedoch keine Rolle.

Durch das homöopathische Mittel bewirkt eine Reaktion im Körper, welche sich nicht mit Naloxon aufheben läßt.

Zum Nachweis würde sich der Versuch analog Nash anbieten.

Den bisherigen Versuchen fehlt jede wissenschaftliche Logik.

Wenn ich vermute, dass der Placeboeffekt sowohl über das opiod-System, als auch über das Nicht-Opioid-System wirkt, sollte ich zuerst eingrenzen, was wo wie wirkt und nicht bei pauschalisierten Behauptungen stehen bleiben, alles sei Placebo.

Die Frage, wie das Nicht-Opioidsystem funktioniert, wird dabei nicht einmal ansatzweise diskutiert, könnte jedoch der Mechanismus sein, über den sämtliche Lebensvorgänge geistartig nach Hahnemann funktionieren. Da sie nicht erforscht sind, müssen die Pharmakologen die schwammige Fomumulierung verwenden: „non-opioid mechanisms“.

Damit ist die Placeboforschung nicht schlauer, als vor den Experimenten.

Es sollte also zuerst eine strengere Systematik eingeführt werden.

Welche Art Placeboeffekt soll untersucht werden?

Welcher Effekt soll als Placeboeffekt verstanden werden und welcher Effekt als Verumreaktion?

Was soll als Gesundheit und was als Krankheit verstanden werden ?

Welche Rolle spielen die natürlichen Reiz-Reaktions-Mechanismen des Organismus dabei?

Welche Rolle spielen Furcht und Vertrauen bei der Placeboforschung?

Hier sind grundlegende Definitionen unterlassen worden.

Die Schlussfolerungen:

„In conclusion, Atlas et al. (2012) have taken an important and overdue step in the investigation of the relationship between expectancy and opioid analgesia.                     They explicitly addressed the question whether expectancy interacts synergistically with opioidergic drug effects, or whether                     the effects are independent, i.e., of additive nature. The answer to this question will have a large impact on how drug effects                     are measured in RCTs. Thus their findings mark an important step toward a better understanding of how effects of expectancy                     and opioidergic drugs combine both at the behavioral and at the neurobiological level.“

http://www.jneurosci.org/content/32/41/14051.full

Die Thematik des Beitrages bezieht sich auf Analgesie im Zusammenhang mit dem Placeboeffekt, was ich für grundlegend ungeeignet halte den Wirkungsmechanismus der Homöopathie aufzuklären.

Als Zusammenfassung des gegenwärtigen Forschungstandes ist der Aufsatz von P. Enck, S. Zipfel und S. Klosterhalfen vom Springer Medizin Verlag 2009 DOI 10.1007/s00103-009-0849-x empfehlenswert.

Was der Wirkungsmechanismus über das Nicht-Opioid-System seien soll, wird nicht ausgeführt und ist auch nicht erforscht.

http://www.jneurosci.org/content/25/45/10390.full.pdf+html

Wenn ich nicht einmal weiß, wie der nicht-opioid-Placeboffekt funktioniert, besteht immerhin die theoretische Möglichkeit, dass es sich dabei um genau den Mechanismus handelt, den Hahnemann als den Wirkungsmechanismus über die Lebenskraft genannt hat, bzw. der nach meinen Vermutungen über das second-messenger-system die Lebensvorgänge reguliert. Da es sich dabei um unerforschtes Gebiet handelt, können dazu auch gar keine Aussagen gemacht werden.

Die Neurologen stellen weiter fest, dass der Placeboeffekt in Form des gesprochenen Wortes oder der Erwartungshaltung auf das Schmerzempfinden durch den Opioidantagonisten Naloxon aufgehoben werden kann, soweit er durch das Opioid-System erklärt werden kann.

Zitat: “a placebo can reduce
pain by both opioid and non-opioid mechanisms”

Dieser Effekt spielt in der Homöopathie jedoch keine Rolle.

Das homöopathische Mittel bewirkt eine Reaktion im Körper, welche sich nicht mit Naloxon aufheben lässt. Anderfalls wäre es möglich Doppelblindversuche einzusparen, indem den Patienten Naloxon verabreicht wird, um den Placeboeffekt auszuschalten.

Daraus läßt sich schlussfolgern, dass der Placeboeeffekt in keiner Weise geeignet ist die Homöopathie zu wiederlegen. Es ist schließlich nicht bekannt, wie der nichtopioid-mechanismus des Placeboeffektes funktioniert. Trotzdem wird er von den Neurologen als existent angesehen.

Zusammenfassung:

Die These Homöopathie=Placebo scheitert am Eingeständnis der Neurologen, dass es einen zweiten Wirkungsmechanismus für den Placeboeffekt gibt, welcher nicht über das Opioid-System funktioniert.

Danach gibt es eben einen weiteren Wirkungsmechanismus, das nicht opioid-System welcher geeignet ist homöopathische Mittelwirkung auch außerhalb des gesprochenen Wortes  im Sinne von Hahnemanns homöopathischen Mitteln zu erklären und welches nicht über suggestive Einflüsse wirkt.

Diese Differenzierung vermisse ich in Ihrem Blog vollständig., wäre für den hier erhobenen Anspruch der „Wissenschaftlichkeit“  jedoch unabdingbar.